Lykien





Reisebericht

The Lycian Way - I did it my may !


Der Likya Yolu; - der Lykische Weg, soll teilweise antiken Karawanenwegen folgen. Als die Engländerin Kate Glow den Lykischen Weg in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts als Fernwanderweg zwischen Fethiye und Antalya markierte, wurde ihre Idee von Einheimischen als Spinnerei abgetan und sie wurde sogar verhaftet, weil sie die Bäume mit Farbe „beschmierte“. So hat der Lykische Weg auch nie eine Popularität erreicht wie der Jakobsweg, oder seit neuestem der Olavsweg. Außerdem läuft man hier weniger um einen Weg zu Gott zu finden, der auch hier ein anderer ist; allenfalls findet man etwas über sich selbst heraus. Man läuft um die Landschaft und die immer wieder spektakulären Ausblicke auf Berge und Meer zu genießen. Ob Griechen und Römer bei der Besiedelung Lykiens allerdings die landschaftlichen Schönheiten im Auge hatten, darf man bezweifeln. Dafür ist die Gegend im Vorland des Taurus-Gebirges aber unglaublich fruchtbar.

Die Idee entlang des Lykischen Weges zu reisen, wurde im vergangenen Jahr in Kappadokien geboren, als ich mit Freunden über neue Reiseziele nachdachte. Mit der Villa Yakomoz in Ka als Basis, wollten wir Ausflüge entlang der Küste und in die Berge des Hinterlandes unternehmen um lykischen, hellenistischen und römischen Spuren zu folgen. – So stand ich am Gründonnerstag 2011 vor den Toren des Airports in Antalya und wartete auf meinen Transfer. Vor 30 Jahren war ich zum letzten Mal hier. Aus der verschlafenen Kleinstadt ist eine Metropole geworden. Der kleine Flughafen, wo Künstler in der Abfertigungshalle ihre Bilder verkauften, ist einem modernen Terminal gewichen, in dem tausende und abertausende Touristen durchgeschleust werden. Antalya zählt, mit mittlerweile mehr als 1 Million Einwohnern, zu den größten Städten der Türkei. Nachts in einem fremden Land anzukommen hat manchmal seine guten Seiten – der erste Eindruck ist unverdorben; alles ist vom Dunkel eingehüllt.

Gräber, Götter und Gelehrte ? - De mortuis nihil nisi bene


Wer Lykien bereist, wird - ob er will oder nicht - zunächst den Eindruck haben, dass der ganze Landstrich, soweit das Auge reicht, mit zellophanbespannten Gewächshäusern, in den Tomaten für den Weltmarkt heranreifen, zugepflastert ist Unterbrochen wird dieses Landschaftsbild durch Bausünden die, wie die Hotelburgen in Kalkan oder den Stützpfeilern des billigen Pauschaltourismus der englischen Enklave Fethiye im Westen, und der russischen Kolonie Demre im Osten. Dies ist jedoch nur die eine Seite, die hässliche der „Lira“. Wer Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, wird auf dem Lykia Yolu fündig.

Wer waren diese Lykier eigentlich? Der große Homer berichtet in der Ilias, dass sie unter der Führung von Glaukos im Trojanischen Krieg kämpften. Herodot behauptet, die Lykier seien aus Kreta geflohen. Wenn man sich vom Boden der romantisierenden, mythologischen Beschreibungen Homers und Herodots auf den Boden gesicherter Erkenntnisse bewegt, so werden von den Lykiern erstmalig in ägyptischen Quellen berichtet, dass sie als Söldner auf Seiten der Hethiter in der Schlacht von Kadesch kämpften, und dies war im Jahr 1274 v. Chr. Im Lauf der Zeiten eroberten die Perser Lykien als erste fremde Macht und die Römer machten es später zu einem Bestandteil ihrer Provinz Kleinasien.

Wo viel gekämpft wird, wird auch viel gestorben. So ist es nicht verwunderlich, dass Lykien auch das Land der Grabpfeiler und Sarkophage genannt wird. Die Nekropolen von Myra und Pinara zeugen von einem ausgeprägten Totenkult. Überall in der lykischen Landschaft finden sich Pfeiler- und Hausgräber. Zum Teil mitten in der Stadt, wie in Ka, im Meer, wie die Seegräber von Kekova, oder versteckt und schwer zugänglich, wie in den Gräbern von Yuva. Von Ka aus erreicht man Yuva auf geschotterten Gebirgsstraßen. Immer wieder bieten sich atemberaubende Ausblicke auf das blaue, friedlich daliegende Mittelmeer. Die klare Gebirgsluft wird nur ab und an durch den Rauch aus Kohlmeilern getrübt, die jetzt im Frühjahr, wo die Waldbrandgefahr noch gering ist, von den Köhlern angeheizt werden. Die Ruhe nur unterbrochen durch das Gesumme von Bienenvölkern, die fleißig den Nektar zu den Bienenstöcken tragen. Nach Yuva kommen wenige Tourristen, zu abgelegen liegt es in den Bergen. Einzelne Olivenbäume und viele Dornbüsche prägen die Landschaft, dazwischen finden sich zahlreiche Grabpfeiler und Sarkophage. Das Wort Sarkophag kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie „Fleisch verzehrend“. Ursprünglich war es der Name einer Gesteinsart, die in der Gegend um Assos gegraben und bearbeitet wurde. Eingebettet in einen Sarkophag soll der Tote innerhalb von 40 Tagen verwesen. Stundenlang kann man hier wandern und findet immer wieder Neues. Wenn man sich im Licht der wärmenden Nachmittagssonne auf den Sitzreihen des kleinen Theaters niederlässt, kommt man ins Träumen und Nachdenken. Ein wenig über den Tod, doch mehr noch über das Leben. Mit fällt ein Grabspruch ein, den ich vor vielen Jahren auf dem Grab eines berühmten Dichters gelesen habe.

Wirf einen kalten Blick auf das Leben. Auf den Tod.
Und dann, Reiter, zieh weiter !


W. B. Yeats

Baba Noel oder die russische Invasion von Myra


Myra war schon in der Antike eine bedeutende Ansiedlung und in hellenistischer Zeit eine der sechs größten Städte des Lykischen Bundes. Berühmt geworden ist Myra jedoch als die Stadt, in welcher der heilige Nikolaus als Bischof gewirkt haben soll. 280 nach Christus soll er unweit von hier in Pattara geboren sein. Viele Legenden ranken sich um den heiligen Mann. Unter Kaiser Diokletian soll er ein Jahr unter Folter im Kerker zu gebracht haben. Kaiser Konstantin soll ihm im Konzil von Nicäa eine Stimme geliehen haben. Zwei Mythen begründen seinen Ruf als Wundertäter, Überbringer unerwarterer Geschenke und Helfer der Kinder. Die erste Geschichte ist die eines Vaters, der keine Mitgift für seine drei heiratsfähigen Töchter aufbringen konnte. Die Familie war so arm, dass den jungen Frauen nur eine „Karriere im horizontalen Gewerbe“ offen stand. Der heilige Nikolaus soll das Problem gelöst haben, indem er einen Goldklumpen durch den Kamin geworfen hat, welcher in den über dem Feuer zum Trocknen aufgehängten Strümpfen landete.
Die zweite Geschichte ist ebenfalls nicht jugendfrei. Sie handelt von drei Knaben, die während einer Hungersnot von einem Metzger geschlachtet und zu Pökelfleisch verarbeitet worden sein sollen. Sankt Nikolaus soll sie wieder zum Leben erweckt haben.
Seine letzte Ruhestätte fand der fromme Mann in der Basilika von Demre, bis normannische Kreuzritter im Jahre 1087 seine Gebeine aus dem Grab rissen und ins italienische Bari entführten. Bari war zu jener Zeit ein bedeutender Einschiffungsort für Pilgerreisen ins Heilige Land. Von hier aus verbreitete sich der Ruf des Heiligen in alle Welt. In Russland wurde er zum Nationalheiligen. Seefahrern rund um den Globus ist er der Beschützer der Handelsfahrer zur See. Er war Schutzheiliger der Deutschen Hanse, und in den meisten Hansestädten gibt es bis heute zu seinem Gedenken eine Nicolaikirche. Am Polarkreis unterhält der heilige Nikolaus gar eine Dependence, von wo aus er alljährlich an seinem Todestag dem 6. Dezember aufbricht um Kinderaugen in aller Welt hell erstrahlen zu lassen, wenn sie die vom Nikolaus durch den Kamin geworfenen Gaben auspacken. Den letzten Karriereschub erhielt der heilige Nikolaus im Jahr 1931 von einem schwedischen Werbezeichner. Im Auftrag des weltgrößten Herstellers koffeinhaltiger Erfrischungsgetränkte machte er ihn zur übergewichtigen Werbeikone. Mit weißem Rauschebart und roter Kutte zieht er seither fröhlich bimmelnd auf seinem Rentierschlitten durch die Lüfte.
Die Nikolausverehrung treibt schon merkwürdige Blüten und überschwemmt Myra mit Buslandungen an russischen Touristen. Nirgendwo wird das sichtbarer als im römischen Theater zu Myra. Das große Erdbebeben im Jahr 141 n.Chr. hat zwar das Bühnenhaus zusammenstürzen lassen, das Halbrund mit den 38 Sitzreihen ist jedoch gut erhalten, und überall auf dem Gelände findet man Steinreliefs, Medusenhäupter Säulenstümpfe, und Teile des Deckenfrieses, den einst Fruchtgirlanden schmückten. All dies wird garniert von russischen Touristinnen, die sich im tief ausgeschnittenen Top, Shorts im Leopardenmuster, übergroßer Sonnenbrille und Flip-Flops zwischen den Ruinen tummeln. Minerva hätte den Kopf geschüttelt ob so viel künstlerischen Unverstandes, und man fragt sich ob diese Aufführung nun Komödie oder Tragödie ist ?

Ratio praeteriti scire futura facit. - „Die Erwägung der Vergangenheit lässt die Zukunft erkennen.“


Hätte es die Römer nicht gegeben, man müsste sie erfinden. Das Volk von den Ufern des Tiber hat unsere Welt geprägt und bereichert wie kein anderes. Die Geschichtsbücher wären leer ohne die Helden der Antike. Nero, ein Brandstifter – Caligula, der sein Pferd zum Senator ernannte - Marcus Antonius, der Cleopatra verfiel, Augustus, dessen Gebot die Welt veränderte, und nicht zu vergessen Cäsar, der an den Iden des März dahingeschieden ist. Ja; und gegen wen hätten Asterix und Obelix kämpfen sollen, hätte es die „spinnerten“ Römer nicht gegeben? Mehr als ein Jahrtausend war Rom ein bestimmender geopolitischer Faktor. Von 800 v. Chr. bis 700 n. Chr. zogen römische Legionen vom Hadrianswall im Norden an der Grenze zu Schottland bis an den Rand der Sahara, zu den Kornkammern Karthagos. Sie eroberten Ägypten und weiteten Ihren Machtbereich bis nach Kleinasien aus. Das erste Weltreich war eher eine Ideologie oder Vision als ein fest gefügter Machtapparat. In Lykien findet sich ein reiches römisches Erbe. Nicht so bekannt wie Ephesus, Side, Perge oder Asklepios und auch nicht so bedeutend, aber wie kleine Steinchen eines Mosaiks reihen sich entlang des Lykischen Weges die Tempel von Letoon, Patara und Xanthos. Zu meinen Highlights zählt ein Besuch von Pinara. Wer nicht die gut ausgebaute D 400 nehmen will, kann auf Nebenstraßen ein wenig lykische Provinz genießen, durch die wild romantische Saklikent Schlucht fahren und hinter Kinik wieder in Richtung Pinara einschwenken. Nach Pinara verirren sich nur Wenige. Große Busse können die enge, unbefestigte Straße, die sich in Serpentinen bergan windet, nicht befahren; und Xanthos hat als Weltkulturerbe der UNESCO den bedeutenderen Namen, zieht daher auch mehr Besucher an. Pinara verband viel mit Xanthos. Es war so etwas wie ein „Rentner-Ghetto“. Folgt man Menecrates, der im 4. Jahrhundert v. Chr. als Geschichtsschreiber in Xanthos lebte, so litt Xanthos an einer starken Überbevölkerung, so dass man sich entschied die älteren Bürger sollten die Stadt verlassen und sich an anderer Stelle eine neue Bleibe suchen. Dies führte zur Gründung von Pinara. Ich mag mir gar nicht ausmalen welches Echo eine solche Idee in unserer heutigen Zeit fände. Der Platz hätte nicht besser gewählt werden können. Pinara war mit allen Segnungen moderner römischer Baukunst ausgestattet. Eine Agora mit angeschlossener „Shopping Mall“ ebenso wie Theater und Dampfbad. Hoch in der Felswand zieht eine große Anzahl leerer gähnender Öffnungen den Blick auf sich. Dass es sich dabei um eine Nekropole handelt, weist nur ein Schild aus, das in diese Richtung zeigt, und man fragt sich unwillkürlich wie man die Toten an diesen luftigen Ort hinauf geschafft haben mag. Gleichwie, die Verstorben hatten - wie an diesem Tag – eine wundervolle Aussicht auf die schneebedeckten Gipfel des Taurus, die im Tal silbrig schimmernden Olivenbäume und gelb blühenden Ginsterbüsche. Wer ein wenig durch das weitläufige Ruinenfeld kraxelt, hat nicht nur seine Freude an den zahlreichen Schildkröten,. sondern entdeckt auch immer wieder Neues. Der absolute Höhepunkt in Pinara ist eine Akropolis, deren helle Säulen man aus dem dunklen, verwitterten Fels gehauen hat. An diesem Vormittag liegt sie im Schatten, und ich beschließe spontan wiederzukommen, wenn die Farben der Säulen im Licht der untergehenden Sonne leuchten. Als ich wenige Tage später wieder an jenem Platz stehe, kann ich mich gar nicht genug satt sehen. Gerade noch rechtzeitig bevor die Sonne hinter den Felsen versinkt, habe ich das Plateau erreicht. Das Stativ und die schwere Ausrüstung hier hinauf zu schleppen, hat sich gelohnt. Lange nach Sonnenuntergang stehe ich noch inmitten einer Wiese aus weiß blühendem Klee und denke an jene, die einst hier lebten ...

... Quidquid agis prudenter agas et respice finem. - Was auch immer du tust, tue es weise und bedenke das Ende

Ich trage einen großen Namen…


… die kleine Spielshow im deutschen Fernsehen um die Nachfahren berühmter Vorfahren, hat einen besonderen Bezug zur Türkei. Im Bestreben ein (übersteigertes) Nationalbewusstsein zu schaffen, entschlossen sich die Anhänger Atatürks, die Kemalisten, für jahrhundertealte Ortsnamen; welche phönizische, byzantinische oder gar kurdische, griechische oder armenische Wurzeln hatten, wurden verboten. Für die Volksidentität erschien es ihnen wichtig alle Anklänge, die an die vor-türkische Zeit erinnerten, abzuschaffen. Die Bürokratie in Ankara war bei Vergabe der neuen Ortsnamen nicht sehr phantasievoll. Viele Ortschaften tragen heute so unspezifische Namen wie Kale (Burg) oder Kemer (Brücke). Die Türken leisten hier ein wenig zivilen Ungehorsam und nennen ihre Dörfer nach den althergebrachten Ortsnamen. Warum ich das erzähle? Kurz hinter Fethiye erreicht man den kleinen Ort Karaköy. Früher hieß dieses Dorf Levissi. Als der „Kranke Mann vom Bosporus“, wie man das zusammenbrechende osmanische Reich gerne nannte – am Ende des 1. Weltkrieges auf der Seite der Verlierer stand, gehörte Griechenland zu den Gewinnern. Der im Jahr 1920 geschlossene Friedensvertrag von Sèvres sah vor, dass das Volk der Provinz Smyrna über den Anschluss an Griechenland frei entscheiden sollte. Der Ausgang des Volksentscheides war keineswegs gewiss, so dass panhellenistische Nationalisten die Zeit für gekommen hielten ihrem Anspruch mit Waffengewalt nachzuhelfen. Tief hinein nach Zentralanatolien - bis kurz vor Ankara - stießen die griechischen Invasionstruppen vor. Auch vor Massakern an der muslimischen Bevölkerung schreckte man nicht zurück. Unter Mustafa Kemal formierte sich der türkische Widerstand und im Jahr 1922 wurden die müden griechischen Truppen von hochmotivierten, um für das Überleben der Nation kämpfenden türkischen Verbänden geschlagen. Nur wenige Monate nach der Niederlage vereinbarten die Regierungen Griechenlands und der Türkei im Januar 1923 einen Bevölkerungsaustausch. Mit wenigen Ausnahmen mussten alle orthodoxen Christen die Türkei und alle türkischen Muslime Griechenland verlassen. Nach allem was man weiß, lebten die Christen und Muslime von Levissi Jahrhunderte lang friedlich zusammen. Der erzwungene Exodus von 1923 machte aus Levissi eine Geisterstadt, die heute auf den Namen Karaköy hört. Mehr als 1000 Wohngebäude und 2 große Kirchen stehen als Zeichen menschlicher Borniertheit als Ruinen in der Landschaft. Türken haben sich hier nie dauerhaft angesiedelt, weil sie glaubten, dass auf dem Ort ein Fluch läge.

Von Asien nach Europa


Wir sitzen auf der Terrasse unseres Feriendomizils, der Villa Yakomoz, auf der Ka vorgelagerten Halbinsel Yarimada. Zum Greifen nah liegt die kleine griechische Insel Kastellorizo, die die Türken Meis nennen, vor uns. Wir sind in Asien, ein Wort, das dem assyrischen entlehnt ist, und soviel bedeutet wie Morgenröte. Wir schauen hinüber auf das nur wenige hundert Meter entfernte Europa. Das Wort Europa stammt aus den phönizischen von „erob“ und bedeutet dunkel oder Abend. Die schmale Wasserstrasse bildet also nicht nur die Grenze zwischen der Türkei und Griechenland, zwischen Asien und Europa; - nein, sie markiert auch die kulturelle Trennlinie zwischen Abend- und Morgenland. Um einen Ausflug nach Kastellorizo kommt man nicht herum. Vom Hafen in Ka startet morgens die Fähre und in knapp 20 Minuten hat man den Kontinent gewechselt. In den Genuss des Privilegs der Reisefreiheit gelangt allerdings nur der „Rest der Welt“. Für Türken endet der Weg an der Hafenumzäunung in Ka. Kastellorizo ist ein kleines, aufgeräumtes Hafenstädtchen, mit vielen bunten Häuschen, das bis auf ein wenig Fischerei vom Tourismus lebt. 200 Bewohner zählt das nur rund 9 Quadratkilometer große Eiland. Ein Tag in Kastellorizo ist Erholung pur. Man streift ein wenig durch die Gassen oder sitzt in einem der zahlreichen Cafes an der Hafen-Promenade. Der kleine Hafen ist Brückenkopf für Weltumsegler aus aller Herren Länder. Da liegt die kleine Yacht eines Japaners, der froh ist, dass er hier nichts von Fukushima hören muss, neben dem mondänen Katamaran eines älteren Ehepaars von den Britisch Virgin Islands. Für sie alle ist Kastellorizo nur ein Etappenziel auf ihrer Reise, für mich ist es der Endpunkt einer spannenden Odyssee entlang der Lykischen Küste. Wie komme ich auf Odyssee ...

…nenne mir, Muse, den Mann, den vielgewandten, der vielfach irrte umher, nachdem er das heilige Troia zerstörte. Vieler Menschen
Städte und Wesen schaute sein Auge, vielerlei Leiden ertrug sein Herz auf den Fluten des Meeres …


Homer


copyright © 2011 geoart